Sport meets Fashion: Die wichtigsten Fakten über Sportbrillen für den Sommer 2021

Sportbrillen - Die Trends 2021

Sportbrillen zum Joggen, Radfahren oder für den Wassersport | @nelen / Shutterstock.com

Sportbrillen sind 2021 trendy wie nie. Und das Beste: Sie supporten uns beim Sport UND ergänzen wunderbar angesagte Outfits. Die großen Designer haben nicht nur aufgrund der Pandemie erkannt, dass ein hippes Athleisure-Styling – wie die sportlichen Looks im Mode-Metier genannt werden – ein Thema mit Dauerbrenn-Garantie ist. Immerhin treiben 22 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche Sport. Beim Training verschmelzen Design und Funktion wunderbar miteinander und bringen das sportliche Flair sowohl auf das Wasser, die Laufstrecke, die Mountainbike-Route oder auf die Straße. Unser Guide zeigt, was Sie beim Kauf von Sportbrillen beachten müssen. Dazu gibt es stilsichere Inspirationen für Ihr nächstes Sport-meets-Fashion-Outfit. 

Sportbrillen: Die wichtigsten Tipps zum Kauf

Sportbrillen garantieren bestes Sehen in Aktion, schützen vor UV-Strahlung, Blendung, Witterung und mechanischen Einflüssen. Dazu sind sie bruchsicher, schlagfest und je nach Einsatz hitze- oder kältebeständig. Abhängig von der Sportart unterscheidet sie sich auch in der Form, die anatomisch und ergonomisch der jeweiligen Sportart entsprechen sollte. Das garantiert, dass die Brille ideal sitzt, nicht wackelt oder rutscht und die Bügel auch unter einem Helm Platz finden.

Damit im Ernstfall nichts ins Auge geht, bestehen fast alle Sportbrillengläser aus hochwertigem, gehärtetem Polycarbonat. Die Shields sind, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Strahlungsintensität, in Tönungsstufen heller oder dunkler gefärbt.  

Viele Sportler nutzen fototrope Gläser (griechisch: lichtwendig), die sich automatisch den Lichtverhältnissen anpassen und den Wechsel von Brillen ersparen. Wie rote und orangefarbene Gläser sind auch sie kontraststeigernd. Das ermöglicht entspanntes Sehen bei Sonnenschein sowie eine verbesserte Wahrnehmung bei schnellem Wechsel zwischen Licht und Schatten. Der Blendeffekt wird reduziert, um so z. B. Unebenheiten auf Waldwegen viel besser und rascher erkennen zu können. 

Entscheidend ist auch, ob die Gläser ver- oder entspiegelt sind. Entspiegelte Gläser halten störende Lichtreflexe ab, mit verspiegelten Gläsern sieht niemand, wo Sie hinschauen – sehr gut beim Beachvolleyball beispielsweise, um den Gegner abzulenken. 

Doch wie findet man die richtige Sportbrille? Gleich vorab: Die Outdoor- Sportbrille schlechthin gibt es nicht. Wenn Sie sich unsicher sind, kann ihr*e Augenoptiker*in die beste Informationsquelle sein. Gemeinsam ermitteln sie Ihre Bedürfnisse und können so das ideale Modell für Ihre individuellen Sportvorlieben finden. Natürlich sind Sportbrillen auch mit Sehstärke erhältlich!

Sportbrillen mit Korrektion

Jede*r dritte Deutsche trägt ständig eine Brille. Beim Sport das Alltagsmodell zu nutzen oder komplett auf eine Sehhilfe zu verzichten, kann gefährlich werden. Die praktische Lösung ist eine Sportbrille mit Gläsern in der eigenen Sehstärke. Die Brille trägt sich komfortabel wie eine normale „Alltagsbrille“ und ermöglicht Brillenstärken von -15 bis +15 Dioptrien mit uneingeschränkter Sicht. Der Nachteil: Ändert sich die Sehstärke, müssen auch die Korrektionsgläser getauscht und eingepasst werden. 

Dafür muss die Korrektion im Bereich von etwa -4,0 (Kurzsichtigkeit) bis +4,0 (Weitsichtigkeit) Dioptrien liegen. In Abhängigkeit von der Fassung ist das auch bei etwas höheren Werten möglich. Fehlsichtige Sportler, die technische Tools lesen wollen, profitieren ebenso davon. 

Eine preiswertere Alternative sind Clip-­in-­Systeme: Bei ihnen werden kleinere Sehstärkengläser hinter die Gläser der Sportbrille geklemmt und sind somit unkompliziert austauschbar. Das bietet die Möglichkeit, zwischen Kontaktlinsen und Brillen ohne Korrektur bzw. Sportbrillen mit Korrektur zu wechseln. Sie sollten darauf achten, dass Ihre Wimpern nicht an die Gläser stoßen. Mit den Clip-ins ist allerdings der Sichtbereich etwas eingeschränkt.

Die richtigen Brillen zum Joggen und Wandern

Zum Joggen oder Wandern sind Brillen mit Blendschutzkategorie eins bis zwei optimal. Je höher ihre Tour geht und umso mehr Reflexionen zu erwarten sind, desto stärker sollte der Blendschutz sein. Fototrope, also selbsttönende Gläser haben den Vorteil, sich den Lichtverhältnissen anzupassen. Durch das ständige Licht-Schatten-Spiel, das z. B. bei Touren mit Wald- und Wiesenstrecken gegeben ist, sind Gläser in Orange-, Rot- oder Brauntönen geeignet, welche die Kontraste verstärken. So können etwa Bodenwellen oder auf dem Weg liegende Steine bzw. Wurzeln schneller erkannt werden. Zu achten ist auf filigrane, leichte und rahmenlose Brillen. Die Outfits im Wander-Look sind mittlerweile sogar im Alltag angekommen. Funktionsmode war noch nie so angesagt. Also schnappen Sie sich Ihre Sportbrille und nichts wie auf zur Wandertour durch die City!

Bild: evil eye (1), BOGNER @ Menrad (2), Cébé (3)

Die richtigen Brillen für Mountainbiker*innen, Rennradfahrer*innen und City-Radler*innen

Radfahrer*innen sollten zu Brillen greifen, welche die Blendschutzkategorie zwei erfüllen. Auch hier bieten sich selbsttönende Gläser an. Polarisierende Gläser wirken wie Lamellen und fangen schräg einfallendes Licht ab. Das ist besonders nützlich, wenn die Sonne untergeht, Sie auf regennassen oder vor Hitze flirrenden Straßen fahren oder an Gebäuden mit Reflexionen vorbeiziehen. 

Beim Mountainbiken kann es passieren, dass Steinchen bis zum Kopf hochfliegen. Daher auch hier auf bruchsicheres Polycarbonat setzen. Die optimale Brillenform für Radsportler*innen bieten Formen, die sich an den Kopf anschmiegen und gummierte Bügel, die unter dem Helm nicht drücken. Achten Sie darauf, dass sich der Neigungswinkel der Brille justieren lässt. So ist garantiert, dass Sie, je nach Sitzposition, mit freier Sicht nach unten schauen können. Die Radlerhose ist dabei selbstverständlich eines DER Trendteile schlechthin. Über das Radtrikot einfach einen Blazer ziehen und die Radschuhe gegen schicke Pumps oder Sneaker tauschen – voilà ­– so schnell kreieren Sie einen trendy Look 2021.

Bild: evil eye (1), bollé (2), evil eye (3)

Diese und weitere Brillen gibt es bei einem Augenoptiker in der Nähe …

Die richtigen Brillen für Wassersportler*innen

Auf dem Wasser herrschen ganz besondere Lichtverhältnisse. Das unsichtbare, aber extrem schädliche UV-Licht wird auf der Wasseroberfläche um ein Vielfaches reflektiert. Die UV-Belastung kann bis zu 80 Prozent steigen. Für Wassersportler*innen ist deshalb ein 100-prozentiger UV-Schutz Pflicht. Achten Sie dabei auf die Kennzeichnung UV 400 und das CE-Zeichen. Besonders gewinnbringend für Wassersportler*innen sind polarisierende Gläser. Sie schlucken Reflexionen der Wasseroberfläche und ermöglichen so die Sicht bis auf den Grund. Der Blendschutz der Gläser sollte zwischen den Kategorien zwei bis vier liegen. Segler*innen und Motorbootführer*innen können mit Verlaufstönungen Wasser und Instrumente gleichermaßen gut sehen. Aufgrund der vielen Reflexionen ist auch auf eine zusätzliche Innenentspiegelung zu achten. Für alle, die mit viel Wind und Bewegung unterwegs sind, rettet ein guter Halt, ggf. mit Band, die Brille vorm Abtauchen. Gebogene, bruchsichere Fassungen mit Seitenspritzschutz schützen vor Wind und Wetter. Verzichten Sie auf blaue oder violette Gläser. Diese können die Wahrnehmung beeinflussen und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Zweckmäßiger sind rote oder gelbe Tönungen. So ausgerüstet steht weder Ihrer entspannten Stand-up-Paddle- noch der wilden Raftingtour etwas im Wege!

Bild: evil eye (1), TITANFLEX @ Eschenbach (2), SPY + (3)

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