Brille statt Beauty-OP: So einfach lassen sich kleine Makel kaschieren
Alle Menschen sind per se schön. Schade aber Tatsache: Beim Blick in den Spiegel ist trotzdem nicht jede*r mit sich zufrieden. Für die einen sind es Falten um die Augen, für andere eine dominante oder eigenwillig gewachsene Nase. Viele empfinden das als „Makel“ und so belastend, dass sie keinen anderen Ausweg als eine Schönheitsoperation sehen.
Deutschland zählt zu den Ländern mit den meisten ästhetisch-plastischen Eingriffen. Im Jahr 2018 wurden laut Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) über 77.480 Schönheits-OPs durchgeführt – neun Prozent mehr als im Vorjahr.
Wir kennen einen weniger riskanten und kostspieligen, dafür aber sehr effektiven Weg: die richtige Brille. Das Trend-Accessoire kann verjüngen, unseren Blick entspannter erscheinen lassen, eng oder weit stehende Augenabstände korrigieren, Nasen verkürzen, verlängern oder Knicke kaschieren und sogar Falten und Augenringe wegtricksen. Genial, oder? Wir verraten, welche Modelle unser Selbstbewusstsein pushen und wie das ideale Brillenmodell zu einem offenen und wachen Blick verhilft.
Der Brillensteg: So verändert er die Form der Nase
Ein Brillensteg sollte immer den schmalsten Teil der Nase betonen und dem Accessoire optimalen Halt geben. Doch er kann noch viel mehr … Je höher der Steg (Brücke) auf der Nase sitzt, desto länger erscheint sie. Wer eine sehr kleine Stupsnase hat, kann durch einen sogenannten Schlüsselloch-Steg seine Nase optisch strecken.
Möchte man hingegen eine lange Nase kürzer erscheinen lassen, gilt das umgekehrte Prinzip. Sitzt der Steg relativ tief, wirkt die Nase kürzer. Je breiter und markanter die Brücke der Brille ist, desto stärker tritt dieser Effekt hervor. Das lässt sich auch wunderbar anwenden, wenn die Nase breiter oder leicht gekrümmt ist. Opulente Brillenstege am schmalsten Teil der Nase lenken von Knicken ab und tricksen die Nase gerade und schmaler.
Engstehende Augen: Goodbye, Brillen-Schieleffekt!
Hände hoch, wer eng stehende Augen hat und genervt davon ist, mit manchen Brillen auszusehen, als würde man schielen! Dieser unschöne Nebeneffekt entsteht besonders bei sehr auffälligen Fassungen, da die Augen weit innen durch die Brillengläser schauen. Was hilft? Brillen mit langem Nasensteg! So wird der Abstand zwischen den Augen optisch in die Breite gestreckt.
Außerdem top: ausgeprägte Brillenbacken. Diese seitliche Fassungs-Verbreiterung in Bügelhöhe positioniert die Gläser mittig vor den Pupillen. Der Schieleffekt, den viele Brillen verursachen, verschwindet. Der Blick wirkt klar und frisch.
Noch ein Tipp: Randlose oder sehr filigrane, kontrastarme Modelle verursachen diesen Schieleffekt kaum.
Gesichtsproportionen mit Hilfe kleiner Details perfektionieren: Ein langer Nasensteg schiebt eng beieinanderstehende Augen optisch auseinander. Modelle mit ausgeprägten Backenteilen positionieren die Gläser mittig vor den Augen. Bei randlosen Fassungen fallen eng stehende Augen kaum auf.
Aufgeweckter und offener Blick: Die Brille als Muntermacher
Es müssen nicht immer lange, schlaflose Nächte hinter uns liegen um abgespannt und erschöpft auszusehen. Dieser unschöne Nebeneffekt kann auch durch kurze oder abfallende Augenbrauen bzw. Schlupflider entstehen. Soforthilfe für einen munteren, offenen Blick versprechen Brillen mit nach oben strebendem OBEREN Fassungsrand, vorzufinden bei vielen modernen Cateye-Brillen oder Clubmaster-Modellen.
Ermüdende untere Gesichtskonturen erfahren ein wirksames Brillen-Lift-Up, wenn der UNTERE Fassungsrand dynamisch nach oben, Richtung Schläfe zieht. In beiden Fällen gilt: Je auffälliger und markanter die korrigierende Brillenpartie ist, desto wacher wirkt ein Gesicht. Das lässt sich nur noch mit dem idealen Make-up zur Brille toppen. Weniger als Muntermacher geeignet sind Pilotenformen. Die nach unten gezogener Tropfenkontur kann schnell das Gegenteil bewirken.
Ciao, Fältchen und Augenringe! Die richtige Brille macht’s
Den Concealer können Sie links liegen lassen – diesen Job übernimmt ab sofort ihre Brille. Augenringe und Fältchen können mit dem unteren Fassungsrand perfekt kaschiert werden indem die nervigen Schatten überstrahlt werden. Ist die untere Brillenkontur deutlich dunkler als der Augenschatten, schluckt sie die Augenringe und kleine Fältchen. Unser Gegenüber nimmt nur den Rahmen, unser frisches Gesicht und unsere leuchtenden, offenen Augen wahr. Die Brillenkontur sollte hierfür auf der Begrenzung des Augenschattens liegen. Achtung! Rahmenlose Brillen können selber Schatten werfen, die der Betrachter wiederum als Augenringe wahrnimmt. Machen Sie deshalb beim Optiker unbedingt den Tageslicht-Test mit einem Handspiegel.