Clubmaster-Brille – der Retrotrend neu interpretiert

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Clubmaster-Brille – der Retrotrend neu interpretiert | © Dima Sidelnikov / Shutterstock.com

Die Gebrauchte von der Oma oder doch lieber die Neue von Ray Ban? Egal, Hauptsache eine Clubmaster-Brille. Alle Jahrzehnte wieder schafft es die Kult-Fassung in die aktuelle Brillenmode. Immer schön Retro, immer neu interpretiert. 

Wie, Sie kennen die Clubmaster-Brille nicht? Dann versuchen wir es mal mit der Browline-Fassung aus den 50er Jahren, Urfassung der Clubmaster. Richtig, der Name sagt es schon, die Brille mit dem schönen, ausgeprägten Augenbrauenschwung. Sie vereint all das, was Charakterköpfe ausstrahlen wollen: Selbstbewusstsein, Coolness, das gewisse Etwas. Kein anderes Brillen-Modell schafft so schön den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Und wie praktisch: Weil nicht jede Lady so einen mega angesagten Brauen-Busch wie Stil-Ikone Cara Delevingne hat, hilft die Clubmaster-Brille hier fast unbemerkt nach. Also schnell rauf damit auf die Nase und Willkommen im Club! 

Clubmaster-Brille: eine Fassung mit Geschichte

Eine Brille, sieben Jahrzehnte Geschichte. Tauchen wir mal kurz ab: Kein geringerer als der älteste Brillenhersteller der USA, die Firma Shorun, brachte 1947 den Siegeszug der Browline-Brille in Amerika ins Rollen. Anfangs in klassischem Schwarz. Kultmarke Ray Ban griff den Hype auf und lancierte in den 80ern die sogenannte Clubmaster auf den Markt, ein überarbeitetes Retro-Brillenmodell der Rockabilly-Zeit und noch heute die angesagteste Fassung der Browline. Nicht zuletzt sorgten Hollywood-Größen wie Kevin Costner (“JFK”), Tom Hanks (“Catch me if you can”) und Bruce Willis (“Moonlight-Serie”) für den weltweiten Boom des Kult-Modells. Heißgeliebt heute von Stars, Sternchen und den vielen Individualisten.  

Das Markenzeichen von Browline- und Clubmaster-Fassung: markanter oberer Brillenrahmen aus Kunststoff – die Augenbrauenlinie nachzeichnend, feiner unterer Rahmen aus Metall. Unverwechselbare Details, großer Effekt. Dass die augenscheinlich schwere Schönheit die Trägerinnen und Träger leicht durch den Tag begleitet, verdankt sie heute dem leichten Kunststoff Acetat in Kombination mit superleichtem Titan Das Kult-Modell gibt es mit Korrektionsgläsern und als Sonnenbrille.   

Bild: Rodenstock

Clubmaster-Brille: Retro-Design neu interpretiert

Was gut ist, kann bestimmt noch besser werden. Hatte einst Ray Ban die Browline-Brille adaptiert, versuchen sich heute viele große Brillenmarken an der kreativen Überarbeitung der markanten Schönheit. Mal stilvoll, modern oder cool. Mal mit frischen Farben, trendy Mustern oder interessanten Materialien. Wie wäre es beispielsweise mit einer Light-Version: Der obere Rahmen immer noch dicker als der untere, das Ganze dennoch schmaler als die Urfassung. Oder: Anstelle des Acetats glänzt an einigen Stellen Edelmetall. Eleganz kommt auf, wenn die Plastikbrauen mit einem Nasensteg aus Metall überbrückt werden und so die Brille zierlich auf der Nase sitzt. Auch transparent gehaltene Rahmen überzeugen vom Design der Clubmaster-Brille. Allen gemeinsam ist der perfekte Mix aus Retro und Moderne. 

Bilder: Silhouette (1), Rodenstock (2), neubau eyewear (3)

Clubmaster-Brille: Wem steht sie?

Quadratisch, praktisch und besonders gut für rundeovale und herzförmige Gesichter mit weichen Zügen. Das bringt Struktur. So lautet die Message. Clubmaster-Brillen betonen mit ihrer eckigen Form Stirn und Kinn. Ladies und Gentlemen mit einer etwas kantigen  Physiognomie sollten deshalb besser die Nase davon lassen. Wer unsicher ist, informiert sich unter https://www.brillenstyling.de/welche-brille-passt-zu-meiner-gesichtsform/ oder fragt einen stilsicheren Augenoptiker oder Stylisten.

Bleibt die Farbe. Schwarz, Braun, Rot oder doch lieber Blau? Farbspezialisten raten zur Wahl nach Farbtyp, Individualisten pfeifen auf die Style- und Typberater und vertrauen ihrem Geschmack, ihrer Lust und Laune. Hauptsache markant, elegant, individuell.

Diese und weitere Brillen gibt es bei einem Augenoptiker in der Nähe …

Übrigens gibt es die neu aufgelegten Retro-Brillen, die Frauen und Männern gleichermaßen gutstehen, auch für Kids. Die Clubmaster en miniature wirken allerdings oft etwas überambitioniert. Manch ein Knirps steht vor seinen Freunden so schnell als kleiner Klugscheißer da.

Bild: HUMPHREY’S eyewear

Clubmaster-Brille: die optimalen Styles

Wer die Clubmaster zum Look der 50er Jahre kombiniert, muss sich nicht wundern, wenn Boogie-Woogie und Rockabilly gefühlt wie von selbst in die Beine schießen. Was nicht heißt, dass das unverwechselbare, zeitlose Design nur diesen Tanzwütigen und der Hipster-Szene vorbehalten ist. Die Clubmaster, Sinnbild des Retro-Looks, ist ein Fall für viele Fälle. Hier kommen unsere Style-Vorlagen: 

Style 1: Business-Look

Kleider – und Brillen – machen Leute. Der Business-Look für den Herren ist zeitlos, zurückhaltend, aber dennoch immer mit einem Auge fürs Detail ausgerichtet. Hier kommt die Clubmaster ins Spiel. Der Seriosität von Mantel, Hemd, Hose und Schuhen setzt sie gekonnt den Schuss Kreativität entgegen. Was soll jetzt noch schiefgehen? Brille absetzen, einmal am Bügel drehen, den Geschäftspartner kritisch anschauen, Brille wieder aufsetzen, das Geschäft abschließen. Noch Fragen? 

Bilder: ©Chloe Kala/Pexels.com, Brille: JOOP!@Drehmomente

Style 2: Romantik-Look

Schluppenbluse, Plisseerock, hochhackige Sandalen, Pochette mit Goldkette… Stopp! Zuviel Lieblichkeit à la Courths-Mahler könnte den Angebeteten verschrecken. Mit der Clubmaster im zarten Apricot und Beige geben sich die Romantikerinnen einen kreativen Touch. Andersherum nehmen Looks in soften, pastellfarbenen Romantiktönen einer dunklen, dominanten Clubmaster-Brille die Strenge.  

Bilder: ©Italo Melo/Pexels.com, Brille: Rodenstock

Style 3: Eleganter, femininer Look

Animal-Prints tragen die Modemädchen seit Jahren rauf und runter. Ob auf Blusen, Kleidern, Schuhen oder Taschen. Mit Basics in Schwarz oder Beige kombiniert, sind die wilden Muster officetauglich und gefallen ebenso zur Afterwork-Party. Den starken Auftritt komplettiert eine aufregende Clubmaster-Brille – oben in Holzmaserung, unten transparent beige. Da arbeitet Mann mit der Chefin doch nochmal so gern zusammen.

Bilder: ©ramiz-dedakovic/Unsplash.com, Brille: Rodenstock

Style 4: Sportlicher Look

Die Clubmaster kann auch sportlich. Sieht auf den ersten Blick zwar nicht wie der Klassiker aus, ist er aber. Ein wenig schlanker, mehr Metall und Farbe – schon kann’s losgehen auf der Straße, im Stadion, am Wasser und bei den Start-ups im Büro sowieso.

Bilder: ©sarah-mckellar/Unsplash.com, Brille: Mykita

Die Clubmaster: Brille im Retrorausch

Retro sales, keine Frage. Vor allem dann, wenn es um ein so markantes Accessoire wie die Clubmaster-Brille geht. Designer geben der Kult-Fassung mit frischen Farben, trendy Mustern und interessanten Materialien jetzt den modernen Chic. Ein Eyecatcher, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzt. Ganz klar: gekauft! 

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