Panto-Brille: Noch längst kein altes Eisen

Bild: FUNKroyal

Kultig, exzentrisch, intellektuell – die Panto-Brille gibt es seit den 20er-Jahren. Früher galt sie als Symbol für Individualität und Künstlertum – heute gehört sie zu den absoluten Trendbrillen. Wir verraten, woher die Formkommt, was sie auszeichnet und wem sie steht.

Eine Fassung mit Geschichte

In den 20er-Jahren konnte man auf einen Blick erkennen, wer sich zur intellektuellen Elite zählte. Denn ob Juristen, Ärzte oder Professoren sie alle trugen die Panto-Brille. Später, in den 50er- und 60er-Jahren, fand die Fassung ihren Weg in den Mainstream und war das Lieblingsaccessoire amerikanischer Männer.

Panto-Brille-Maenner

In den Fünfzigern und Sechzigern trug Mann Panto-Brille. Bilder: Armani

Zu dieser Zeit waren die Panto-Brillen aus Schildplatt gefertigt. Der Naturrohstoff wird aus den Hornschuppen des Panzers von Meeresschildkröten gewonnen. Aufgrund der akuten Bedrohung vieler Seeschildkrötenarten wurde der Handel mit Schildpatt im Jahr 1973 offiziell verboten. Heute dient vor allem das vielseitige und umweltschonendere Celluloseacetat als Rohstoff für die Panto-Brille.

Markante Fassung mit Wiedererkennungswert

Runde, oben leicht abgeflachte Gläser sind das Markenzeichen der Panto-Brille. Klassische Farben dieses Modells sind schwarz oder dunkle Brauntönen. Sie stehen vor allem Frauen und Männern mit dunklem Haar und gebräunter Haut. Wer hingegen einen hellen Teint und helles Haar hat, vielleicht ein typischer Sommertyp ist, sollte zu Fassungen in softeren Tönen greifen. Sehr harmonisch zu blondem Haar wirken Brillen in honigfarbener Hornoptik. Doch auch zarte Brillenfassungen aus Metall sind eine gute Wahl.

Panto-Brille_20er

Panto-Brillen mit Metallfassung im Stil der Zwanziger-Jahre sind für zierliche Gesichter ideal. Bild: Podium

Panto-Brille: Wem steht die Brillenform?

Panto-Brillen sind auf Grund Ihrer organischen Form für fast jedes Gesicht geeignet. Sie steht vor allem Menschen mit ovalen, herzförmigen oder rechteckigen – also länglichen Gesichtskonturen. Besonders harmonisch wirkt die Panto-Brille im Zusammenspiel mit sehr kantigen Zügen. Denn die runden Formen nehmen dem Gesicht die Härte. Wer hingegen Kontraste in ein rundes also kurzes, breites und eher volles Gesicht setzten möchte, sollte Brillenformen wie die Panto-Brille meiden. Sie machen das Gesicht noch runder. Besser sind eckige Fassungen, da sie die Gesichtszüge markanter erscheinen lassen. Zu empfehlen sind Panto-Brillen unbedingt für Gesichter mit abfallenden Augenbauen: Die Brillenform passt sich optimal den Augenhöhlen an ohne die Brauenlinine zu schneiden und öffenen gelichzeitig die Augenpartie.

Panto-Brille

Transpartente Kunststofffassungen, filigrane Metallfassungen oder Brillen in Hornoptik – das Angebot an Panto-Brillen ist derzeit vielfältig. Bilder: (v. l.) Robert la Roche, Lunor, Rodenstock, Tommy Hilfiger

Promis lösen Hype aus

Weil man den Schauspieler und Regisseur nie ohne die Kultbrille sieht, werden Fassungen im Panto-Stil auch Woody-Allen-Brillen genannt. Zu den Liebhabern der markanten Brille gehören unter anderem Johnny Depp und Ryan Gosling (Bild oben). Und was die Promis tragen, wird oft Trend. Kein Wunder, also, dass die Panto-Brille heute mindestens genauso beliebt ist wie vor fast 100 Jahren.

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2 Kommentare
  1. kann jemand mir helfen?
    wo kann ich mir die brille von armani,da der Herr in bild hat kaufen!?

    Antworten
  2. Viele viele Jahre suche ich schon eine Pantobrille.Keine mit rundlichen Ecken,nein eine richtig runde.In den Medien sieht man sehr oft Pantobrillen,zwar so wie sie mir gefallen würden.Aber wo? wurden diese Brillen gekauft.Bei den bekannten Optikern sucht man und findet nichts.Zumal wenn man einen großen Kopf hat(145mm Bügelabstand).
    Freundliche Grüße
    H.F.H.Burgmann
    Wesenberg

    Antworten

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