Back to Office – zwischen Businesslook und Blickfang

Brillen als stilvolles Accessoire im Businesslook
Der Sommer neigt sich dem Ende zu und damit auch die legere Zeit des Jahres. Bevor sich der Terminkalender wieder füllt und diverse Mails abzuarbeiten sind, lohnt es sich, den eigenen Bürolook durch eine neue Brille zu betrachten. Und das ist durchaus wörtlich gemeint. Wer im Arbeitsalltag auf Anzug, Blazer und Business-Casual setzt, sollte dieses zentrale Accessoire nicht unterschätzen. Denn die Brille ist längst mehr als eine Sehhilfe. Die richtige Fassung kann einen Look prägen, Persönlichkeit unterstreichen und die Wirkung des Auftritts beeinflussen. Zum Start in die neue Office-Saison gibt Brillenstyling.de Tipps und jede Menge Inspiration.
Erst das Gesicht, dann der Dresscode
Noch vor Anzug, Blazer und Bluse gibt das Gesicht die Richtung vor. Besonders wichtig: Greift der obere Brillenrand den Schwung der Augenbrauen auf, entsteht ein harmonischer und authentischer Gesamteindruck. Doch auch die Gesichtsform, das Verhältnis zwischen Fassungsgröße und Gesichtsfläche sowie die Position der Augen in den Gläsern bestimmen, ob eine Brille stimmig wirkt. Einen Überblick über diese verschiedenen Faktoren gibt der Beitrag „Welche Brille passt zu mir: Step-by-Step“.
Passt die Brille, darf sie sich mit dem Büro-Outfit anfreunden. Minimalistische Modelle sind wahre Kombitalente: Sie lassen dem Gesicht die Bühne und passen zu fast jedem Look. Mit einem klassischen Anzug korrespondieren matte Metallfassungen besonders gut. Selbst etwas kompaktere Modelle wirken durch die ruhige Oberfläche zurückhaltend und fügen sich dezent ins Outfit ein. In glänzendem Silber oder Gold erinnern sie dagegen an Schmuck. Hier ist weniger oft mehr.
Kompakte, dunkle Acetatfassungen und klar geometrische Formen verleihen Gesicht und Outfit mehr Kontur. Sie können einen klaren, entschlossenen Auftritt unterstützen und den Businesslook wirkungsvoll rahmen.
Wer es lässiger mag und Blazer mit Jeans oder Chino kombiniert, darf modischer werden: Transparente Modelle, warme Brauntöne, subtile Maserungen oder sanft geschwungene Formen bringen Leichtigkeit und Persönlichkeit ins Spiel, ohne an Professionalität einzubüßen.
Souverän statt Standard
Gerade im Berufsalltag ist die Brille auch ein Kommunikationswerkzeug: Sie lenkt den Blick auf die Augen – und sendet selbst Signale. Eine kräftige Kunststofffassung in starken Farbkontrasten kann Selbstbewusstsein, Kreativität oder Extravaganz vermitteln. Je dominanter das Modell, desto stärker führt es beim ersten Eindruck Regie. Hier gilt: Auffallen ist erlaubt, sollte aber zum Beruf, zur Position und vor allem zur Person passen.
Bei stark getönten oder verspiegelten Gläsern sieht die Sache anders aus. Sie verdecken die Augen und erschweren damit genau das, worauf es im Gespräch ankommt: den Blickkontakt. Das kann distanziert oder unnahbar wirken. Im klassischen Büro haben solche Gläser deshalb wenig verloren. In einem Modeatelier, einer Kreativagentur oder anderen experimentierfreudigen Arbeitswelten gelten zwar lockerere Stilregeln. Doch ob Konferenztisch oder Pitch: Es sollte klar sein, welche Botschaft die Brille sendet.
Wer offen und ansprechbar wirken möchte, sollte den Blick deshalb freigeben. Eine beidseitige Entspiegelung bewirkt genau das: Sie reduziert störende Reflexionen und sorgt dafür, dass das Gegenüber die Augen auch in Meetings und Videocalls gut erkennen kann. So zeigt eine Brille gerade dadurch Offenheit und Souveränität, indem sie den Blick freigibt.
Farbe bekennen – aber mit System
Ob klassisch oder extravagant: Die Fassungsfarbe sollte nicht für sich alleinstehen. Ein stimmiger Look entsteht, wenn sie mit Haaren, Businesskleidung und Accessoires zusammenspielt. Metalltöne können sich etwa in Schmuck, Armbanduhr oder Gürtelschnalle wiederfinden.
Auch eine farbige Fassung darf mit ins Büro. Harmonisch wirkt sie, wenn sich ihr Ton im Outfit wiederfindet – etwa im Muster eines Kleidungsstücks, in einem Tuch, einer Krawatte oder einem anderen Accessoire. Dabei muss die Farbe nicht exakt wiederholt werden. Oft reicht es schon, wenn sich die Töne ähneln oder miteinander spielen. Ist die Brille der farbige Star des Looks, darf sich das übrige Outfit etwas zurücknehmen.
Augenblicke mit Wirkung: Make-up zur Brille
Brillengläser mischen beim Augen-Make-up kräftig mit. Bei Kurzsichtigkeit lassen die korrigierenden Minusgläser die Augen kleiner erscheinen. Helle Lidschatten, betonte Wimpern und ein gezielt gesetzter Highlighter können die Augenpartie optisch öffnen.
Plusgläser für Weit- oder Alterssichtige lassen die Augen größer erscheinen. Hier ist weniger oft mehr. Matte, gedeckte Farben wirken ruhiger. Eyeliner sowie Konturen sollten besonders präzise sitzen: Die Gläser machen auch kleine Patzer sichtbar.
Noch mehr Ideen für einen gelungenen Augenaufschlag gibt es bei sehen.de.
Eine Brille macht noch keinen Boss
Respekt auf Rezept? Ein bisschen vielleicht. Eine klassische, kompakte Fassung, die einen deutlichen Kontrast zu Gesicht und Haaren setzt, kann auf den ersten Blick Präsenz schaffen und durchaus Autorität vermitteln. Glaubwürdig wird diese Wirkung aber nur, wenn die Brille den Typ widerspiegelt und eine Facette der Persönlichkeit betont, statt ihrem Gegenüber eine völlig neue Rolle vorzuspielen. Die beste „Chef-Brille“ ist deshalb keine Verkleidung, sondern ein gelungenes Zusammenspiel – passend zur Person.
Bildschirmbrillen? Aber bitte mit Stil
Die eigentliche Herausforderung am Bildschirm ist der ständige Blickwechsel: vom Monitor zur Tastatur, weiter zu den Unterlagen und schließlich zum Gegenüber. Reicht die Alltags- oder Gleitsichtbrille für diese unterschiedlichen Entfernungen nicht aus, kann eine individuell angepasste Bildschirmarbeitsplatzbrille helfen. Ihre Gläser sind auf die Sehentfernungen am Arbeitsplatz abgestimmt und unterstützen eine entspannte Kopf- und Körperhaltung.
Ansehen muss man ihr diese besondere Aufgabe nicht: Ihre Spezialität steckt in den Gläsern, beim Fassungsstil ist fast alles erlaubt. Nur zu klein darf die Brille nicht sein, damit die unterschiedlichen Sehbereiche genügend Platz finden. Welche Größe und Glaslösung zur Arbeitssituation passen, klärt die Beratung im Augenoptikfachgeschäft.
Die wichtigste Business-Regel? Nicht möglichst klassisch, sondern möglichst stimmig. Passt die Brille zu Gesicht, Persönlichkeit und Outfit, darf sie ruhig zeigen, was sie kann – beim Styling ebenso wie beim Sehen.


